Weshalb?

 

Weshalb wurde ich am 17. Juni 1959 in Basel geboren?

 

Weshalb verlief meine Jugend dermassen unspektakulär mit schöner Kindheit,
Schule, Lehre, Sport, Sinn, Unsinn, Fehlern, Unglück, Glück?

 

Weshalb reiste ich immer und immer wieder um den Erdball nach Australien?

 

Weshalb durfte ich dort im Busch, bei Meistern ihres Fachs, das Didgeridoo-Spiel lernen?

 

Weshalb erfüllt mich das Spiel mit dem Didgeridoo mit innerer Ruhe,
mit Dankbarkeit, mit dem Wunsch nach „geben“?

 

Weshalb sagte 1998 ein greiser Aborigine zu mir, einem Europäer,
den er noch nie zuvor gesehen hatte, dass ich mit dem Didgeridoo eine Aufgabe zu erfüllen hätte?

 

Weshalb erinnerte mich 2004 eine greise Aborigine, die weder mit dem
Aborigine von 1998 noch mit mir je etwas zu tun gehabt hatte, an meine Aufgabe?

 

Weshalb beginne ich – endlich, langsam, aber stetig – zu begreifen?

 

Es gibt keine Zufälle.

 

Ich habe mein Leben erhalten.

Ich habe Talente erhalten.

Ich habe die Fähigkeit erhalten, sie zu nutzen.

Ich frage nicht, weshalb. Denn ich habe eine Aufgabe zu erfüllen.

 

 

Ich bin glücklich.

 

 

 

 

Herzlichen Dank an den

Verfasser Peter Kaiser

Wer bin ich?
 

Meine Welt ist die Natur. Ich lebe in ihr. Ich betrachte sie. Ich begehe sie.  Ich bewundere sie. Ich lausche ihrem Rat, ihren Anweisungen und ihren Mahnungen. Ich schöpfe aus ihr, als Pilzkontrolleur in meinem Beruf und als Didgeridoo-Musiker in meiner Berufung.

 

 

«Ich hielt mich so lange auf dem Weg zur Natur, bis sie mir den Weg zum Glück zeigte. Es hat sich erwiesen, dass er ein und derselbe war.»

(Jean-Jacques Rousseau)

 

 

Curriculum vitae:

 

  • 1959 – 1997: Ich lerne, um zu leben

 

  • 1998: «Du darfst es spielen. Aber du hast eine Aufgabe!»

    Äusserung eines alten, sehr alten Aborigine, ein Meister des Didgeridoo-Spiels, nachdem er mich anlässlich der UNO-Konferenz zum Schutz der Ureinwohner der Welt spielen gehört hat.

 

  • 1999 – 2003: Ich frage mich, weshalb ich lebe

 

  • 2004: «Vergiss deine Aufgabe nicht!»

    Mahnung einer alten, sehr alten Aborigine während meines Aufenthalts am Garma Kulturfestival, das seit 1999 jährlich während fünf Tagen im australischen Arnhem Land stattfindet.

 

  • 2005 bis heute und morgen und übermorgen: Ich beginne zu begreifen

Hier finden Sie Bilder meiner Auftritte